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Kunsttechnologie und Restaurierung am Doerner Institut

Auch die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen machen auf das weite
Tätigkeitsfeld der Restaurierung als einer angewandten Wissenschaft
aufmerksam. In diesem Jahr erneut vornehmlich auf digitalem Weg, lenken die
Restauratorinnen und Restauratoren des Doerner Instituts den Blick auf und
unter die Oberfläche von Meisterwerken der Pinakotheken, der Staatsgalerien
und des Museums Brandhorst. Sie berichten von besonderen
Herausforderungen im Umgang mit der zeitgenössischen Kunst und lassen die
Öffentlichkeit an den vielfältigen Fragestellungen der Bewahrung einer
staatlichen Kunstsammlung von 25.000 Werken aus dem 14. Jahrhundert bis
zur Gegenwart teilhaben.

Alle Informationen zum Aktionstag sowie das Programm sind abrufbar auf der
Webseite des Doerner Instituts: https://www.doernerinstitut.de/de/tag-derrestaurierung-2021

 

PROGRAMM VOR ORT

„Hi, Brow!” PRESERVING PERFORMANCE ART?!
|PINAKOTHEK DER MODERNE

In der Pinakothek der Moderne, Sammlung Moderne Kunst, führt die
Restauratorin Eva Müller-Artelt die Besucher:innen in die faszinierenden
Überlegungen zum Erhalt ephemerer Kunstwerke ein. Gibt es Möglichkeiten,
den zunächst unüberwindbar scheinenden Widerspruch zu lösen?
Ausgangspunkt ist die Arbeit „Hi, Brow!“ (2021) von Slavs and Tatars, die von
PIN. Young Circle für die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen erworben
wurde.

Mit Eva Müller-Artelt

Teilnahme frei. Teilnehmerzahl begrenzt. Anmeldung unter: [email protected]

Für Ihren Museumsbesuch beachten Sie bitte unsere Hinweise zu den
Schutzmaßnahmen auf der Website WWW.PINAKOTHEK.DE/WILLKOMMENZURUECK.

S0 10.10.2021, Führung um 13.30 und 14.30 Uhr, jeweils 30 Minuten |
Pinakothek der Moderne | Treffpunkt: Infotheke

 

DIGITALE ANGEBOTE

GELB KANN GLÜCK MALEN – DIE MALTECHNIK EMIL NOLDES
| #PINALIVE VIA INSTAGRAM LIVE

In der Pinakothek der Moderne findet im Rahmen der monatlichen #PINALIVEDIALOGFÜHRUNGEN bereits am 08.10.2021 um 17.00 ein Gespräch mit
Mitarbeiterinnen des Doerner Instituts statt. Sie berichten über das
multidisziplinäre Verbundforschungsprojekt des Doerner Instituts, der Ada und
Emil Nolde Stiftung Seebüll und der Hamburger Kunsthalle, das sich erstmals
der Maltechnik und den Künstlermaterialien des Expressionisten Emil Noldes
widmet.

Mit Jeanine Walcher und Heike Stege

FR 08.10.2021 | 17.00–17.30 | #PINALIVE | Neue Forschungen zur Maltechnik
Emil Noldes | Live abrufbar im Instagram-Kanal @PINAKOTHEKEN, im
Anschluss bleibt die Aufzeichnung bis zum 15.10.2021 verfügbar:
www.instagram.com/pinakotheken

 

FRAGILE SCHÖNHEIT. WIE DIE MALTECHNIK BOUCHERS DEN
ERHALTUNGSZUSTAND SEINER MALEREI BEEINFLUSST
| BLOGBEITRAG

Im Blog der Pinakotheken GESCHICHTEN AUS DEM MUSEUM wird ein neuer
Beitrag erscheinen: „Fragile Schönheit. Wie die Maltechnik Bouchers den
Erhaltungszustand seiner Malerei beeinflusst“. Die ausgesprochen hohe
Empfindlichkeit des Gemäldes „Ruhendes Mädchen“ von François Boucher ist
seit langer Zeit bekannt. Im Rahmen des Bestandskatalogprojektes zur
französischen Malerei gewonnene kunsttechnologische Erkenntnisse haben
diese neuerlich bestätigt. Doch liefern die aktuellen Untersuchungen nun auch
Erklärungen für die strukturelle Schwächung des Werkes und mögliche
Ansätze für dessen Konservierung.

Mit Ulrike Fischer |
www.pinakothek.de/blog/

 

REMBRANDT’S AUFERSTEHUNG CHRISTI AUS DEM MÜNCHNER
PASSIONSZYKLUS UND IHRE FRÜHE RESTAURIERUNGSGESCHICHTE

| STORY AUF GOOGLE ARTS & CULTURE

Die zum Tag der Restaurierung erscheinende Story auf der Plattform Google
Arts & Culture erzählt von der Restaurierungshistorie des Gemäldes
„Auferstehung Christi“, eine Szene aus Rembrandts Münchner Passionszyklus.
Kunstwerke sind immer auch Zeugnisse ihrer Wertschätzung und
Restaurierungsgeschichte. Aus heutiger Sicht höchst fragwürdige
Bemühungen zum Erhalt des Gemäldes lassen sich bis zu einem
restaurierenden Hofmaler in die Mitte des 18. Jahrhunderts zurückverfolgen.
Englisch- und deutschsprachig, erarbeitet von Jan Schmidt.
Verfügbar auf G.CO/ALTEPINAKOTHEK

 

FILMBEITRÄGE

Zum Tag der Restaurierung 2021 veröffentlicht das Doerner Institut vier kurze
Videos zu aktuellen Projekten der Restaurator:innen. Die Videos erscheinen
auf der Website des Doerner Instituts und im YouTube-Kanal der Pinakotheken
bzw. im Instagram-Kanal des Museums Brandhorst.

KURFÜRST JOACHIM I. NESTOR VON BRANDENBURG VON LUCAS CRANACH
D. Ä.

Das Gemälde „Kurfürst Joachim I. Nestor von Brandenburg“ von Lucas
Cranach d. Ä. wird anlässlich der 2022 anstehenden Neueinrichtung der
Staatsgalerie Aschaffenburg restauriert. Kunsttechnologische
Untersuchungen flankieren die Vorbereitungen der Restaurierung auf der
Suche nach dem ursprünglichen Erscheinungsbild der Tafel. Im reich
bebilderten Beitrag werden interessante Beobachtungen zu Cranachs
Maltechnik ebenso wie alterungsbedingte Veränderungen anschaulich.

| Mit Laura Hack | Abrufbar im YouTube-Kanal der Pinakotheken.

WIE KOMMT EIN VENEZIANISCHER JUWELIER AN DEN SCHMUCK DER
BAYERISCHEN HERZÖGE?

Das Gemälde mit dem heutigen Titel „Ein Juwelier
mit einer Dame“ von Paris Bordone ist eine ungewöhnliche Porträtdarstellung
aus der Sammlung der Alten Pinakothek, die aktuell interdisziplinär für einen
Bestandskatalog Venezianischer Malerei erforscht wird. Die jüngst
durchgeführte kunsttechnologische Untersuchung hat überraschende
Ergebnisse zutage befördert, die eine bewegte Geschichte illustrieren.

| Mit Ronja Emmerich | Abrufbar im YouTube-Kanal der Pinakotheken.

MEDIENKUNST SAMMELN UND ERHALTEN AN DEN BAYERISCHEN
STAATSGEMÄLDESAMMLUNGEN

Innerhalb der Konservierungswissenschaft
und Restaurierung ist der Erhalt von Medienkunst noch ein verhältnismäßig
junger Zweig. Durch die Popularität von Video- und Internet-basierter Kunst
wird es jedoch immer dringlicher, konservatorische Antworten auf die
vielfältigen Anforderungen zu finden.

| Mit Andreas Weisser | Abrufbar im YouTube-Kanal der Pinakotheken.

WATTE, BRONZE, MENSCHENHAAR: MATERIALIEN IM BILDHAUERISCHEN
WERK VON ALEXANDRA BIRCKEN IM MUSEUM BRANDHORST

Das bildhauerische Werk der Künstlerin Alexandra Bircken, das in der aktuellen
Ausstellung „Alexandra Bircken: A–Z“ im Museum Brandhorst zu sehen ist,
umfasst eine ungewöhnliche Bandbreite an Materialien von Watte, Wolle, Holz,
Bronze bis hin zu Leder, Knochen und Menschenhaar. Für die
Restaurator:innen ergeben sich aus dieser facettenreichen und fragilen
Materialvielfalt spannende Fragestellungen zu Umgang, Erhalt und
Präsentation dieser Kunstwerke.

| Mit Isabel Gebhardt und Michaela Tischer | Abrufbar im Instagram-Kanal des Museums Brandhorst.

 

 

 

 

Details

Datum:
10. Oktober
Veranstaltungskategorien:
,
Webseite:
https://www.doernerinstitut.de/de/aktuelles

Veranstaltungsort

Online Doerner Institut München
Barer Straße 27
80333 München
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