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„Pompeji zwischen Konservierung und Forschung“, Vortrag von Prof. Dr. Massimo Osanna, Generaldirektor des Parco Archeologico di Pompei

„Es ist viel Unheil in der Welt geschehen, aber wenig, das den Nachkommen so viel Freude gemacht hätte. Ich weiß nicht leicht etwas Interessanteres.“ So schrieb J.W. Goethe in sein Reisetagebuch “Italienische Reise” nach seinem Besuch der Stadt Pompeji, die neben Herculaneum und Paestum  Ziel der Grand Tour auf den Spuren der klassischen Antike war.

Durch zwei Briefe von Plinius dem Jüngeren an den Historiker Tacitus ist uns eine genaue Beschreibung des Vesuvausbruchs im Jahre 79 n.Chr. überliefert. Dabei wurden die Städte am Vesuv vollständig zerstört und begraben, wobei sie sich unter den vulkanischen Ascheschichten bis zu ihrer Wiederentdeckung im 18. Jh. perfekt konserviert haben. Seitdem liefern Ausgrabungen immer wieder neue Erkenntnisse zur Rekonstruktion der tragischen Katastrophe.

Die Erhaltung eines durch seine Größe und außerordentliche Bedeutung so einzigartigen „Freilichtmuseums“ wie Pompeji, – heute eine der weltberühmtesten UNESCO-Welterbestätten -, ist heute mehr denn je eine enorme Herausforderung sowohl hinsichtlich der Konservierung als auch der Erschließung des archäologischen Kulturerbes. Die damit verbundenen komplexen Fragen verlangen heute eine sehr innovative Herangehensweise und eine möglichst umfassende und multidisziplinäre Gesamtsicht des Vorhabens.

Der Generaldirektor des Archäologieparks von Pompeji, Herr Prof. Dr. Massimo Osanna, stellt das „Großprojekt Pompei“ vor. Mit diesem breit angelegten Projekt soll der Stadt am Vesuv ein neues Image gegeben werden. Es begann schon 2012 mit Mitteln der Europäischen Union und des italienischen Staates und wird bis 2020 fortgeführt. Die bisher erzielten Ergebnisse tragen wesentlich zum wachsenden Publikumserfolg bei (3,5 Millionen Besucher im Jahr 2017), auch dank der Wiedereröffnung von 37 lange nicht zugänglichen Domus, der erheblichen Ausweitung des städtischen Straßennetzes, um einen Großteil des Geländes begehbar zu machen, und zahlreicher spektakulärer Funde bei den Ausgrabungen.

Prof. Dr. Massimo Osanna, war seit März 2014 oberster Denkmalpfleger der Vesuvregion und ist seit 2016 neuer Generaldirektor des Parco Archeologico di Pompei, der auch die archäologischen Stätten von Oplontis, Stabiae und Boscoreale einschließt. Davor war Osanna Professor für Klassische Archäologie an der Università degli Studi della Basilicata und Direktor der Scuola di Specializzazione in Beni Archeologici in Matera (Basilicata). Er machte sich maßgeblich um die archäologische Erforschung Süditaliens verdient. Von 2007 bis 2008 bekleidete er das Amt des Denkmalpflegers der Region Basilicata. Zudem war er Gastprofessor an der Universität Heidelberg, an der École Normale Supérieure de Paris und Humboldt-Stipendiat an der Freien Universität Berlin.

Anmeldung bis zum 5. Oktober 2018 – E-Mail: eventi.berlino@esteri.it

Aufgrund der Sicherheitskontrollen bitten wir um zeitiges Erscheinen. Am Einlass ist ein amtlicher Lichtbildausweis vorzulegen.

Foto: © Parco Archeologico di Pompei

Details

Datum:
9. Oktober 2018
Zeit:
11:00 - 13:00
Eintritt:
kostenlos
Veranstaltungkategorie:
Website:
https://ambberlino.esteri.it/ambasciata_berlino/de/ambasciata/news/dall-ambasciata/09-10-2018-ore-11-00-conferenza.html

Veranstaltungsort

Italienische Botschaft Berlin
Tiergartenstr. 22
10785 Berlin
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Telefon:
030 25440125
Website:
www.ambberlino.esteri.it

Veranstalter

Italienische Botschaft Berlin
Telefon:
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E-Mail:
eventi.berlino@esteri.it
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