
Spielend erhalten. Wie ein Kunstwerk funktionstüchtig bleibt
Sie surrt, sie klingelt, sie knattert. Die Kugelbahn ist eine »räumlich-installative Komposition für eine Person im Zentrum« von 1977. Wer das Musikstück von Manos Tsangaris hören möchte, geht in ihre Mitte und aktiviert sie mit einem Knopfdruck. Drei verschiedene Kugeln beginnen ihre Fahrt durch die Kugelbahn, getaktet, auf einander abgestimmt. Sie lösen Sounds, Lichter und sogar eine Überwachungskamera aus, die ein Live-Bild auf einen Fernseher wirft.
Diese Vielzahl an technischen Komponenten in Kombination mit dem täglichen Gebrauch der Kugelbahn wirft viele Fragen hinsichtlich der Erhaltung des Kunstwerks auf: Was passiert, wenn Teile der Kugelbahn kaputt gehen? Wie ersetzen wir sie? Wie viel dürfen wir am Erscheinungsbild der Kugelbahn zugunsten einer reibungsloseren Funktionalität verändern? Welche Gebrauchsspuren in Form von Abnutzung gehören zur Objektgeschichte dazu?
Der Direktor von Kolumba Marc Steinmann, der Künstler Manos Tsangaris und die Restauratorin Heike Bommes laden Sie herzlich zu einem offenen Gespräch über Erhalt und Funktionalität der Installation in Raum 12 ein.