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Restaurierung in der Lichtenburger Schlosskirche

Am 18. Oktober 2026 öffnet die Schlosskirche Lichtenburg zum vorerst letzten Mal in diesem Jahr ihre Türen. Anlass ist der Europäische Tag der Restaurierung. Der Förderverein Schloss und Gedenkstätte Lichtenburg e. V. lädt interessierte Besucherinnen und Besucher ein, die laufenden Restaurierungsmaßnahmen an Altar und Kanzel kennenzulernen. Nach der großen Resonanz beim Tag des offenen Denkmals am 13. September 2026, zu dem weit mehr als 100 Gäste kamen, bietet sich erneut die Gelegenheit, die Schlosskirche von innen zu erleben und einen Einblick in die aktuellen Arbeiten zu erhalten.

Restaurierung hautnah erleben

Die Führung beginnt um 14 Uhr in der Schlosskirche. Im Mittelpunkt stehen die Restaurierungsarbeiten an Altar und Kanzel. Die Arbeiten am Schalldeckel werden zu diesem Zeitpunkt bereits abgeschlossen sein – die Besucherinnen und Besucher können sich somit selbst ein Bild vom Ergebnis der Restaurierung machen. Auch die Figuren des Altars werden wieder an ihren ursprünglichen Aufstellungsort zurückgekehrt sein.

Musik in der Schlosskirche

Um 15 Uhr wird die Führung durch ein kleines Konzert ergänzt. Auf dem Programm steht Musik, die in besonderer Beziehung zur Kurfürstin Hedwig und der Schlosskirche steht. Es musizieren das Gitarren-Ensemble „Spontanissimo“ der Musikschule Jessen sowie Schülerinnen der Evangelischen Kirchengemeinde mit Gitarre und Blockflöte. Die musikalische Leitung hat Kantorin Eva-Maria Glüer.

Im Anschluss sind alle Gäste zu gemeinsamen Gesprächen bei Kaffee und Kuchen eingeladen. Das Außengelände der Schlosskirche kann individuell besichtigt werden.

Ein bedeutendes Zeugnis der Renaissance

Die zweischiffige Schlosskirche entstand bis 1581 gemeinsam mit dem Renaissanceschloss als Nebenresidenz der sächsischen Kurfürsten. Zu ihren bedeutendsten Kunstwerken zählt der monumentale Altar aus dem Jahr 1613, der unter Kurfürstin Hedwig von Dänemark entstand und von Giovanni Maria Nosseni und Sebastian Walther geschaffen wurde.

Die jahrzehntelange Zweckentfremdung der Schlossanlage – unter anderem als Strafanstalt, Konzentrationslager und Getreidespeicher – führte zu erheblichen baulichen und substantiellen Schäden. Der heutige Eigentümer, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), führt derzeit Maßnahmen zur statischen Sicherung und zum Brandschutz durch.

Der Förderverein Schloss und Gedenkstätte Lichtenburg e. V. freut sich auf zahlreiche interessierte Gäste und einen besonderen Nachmittag in der Schlosskirche.

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