Harry Kramer – Wie eine Pappmaché-Büste ihren Stand wiederfand

Eine im Rahmen der documenta 5 entstandene Pappmaché-Büste samt passender Stele und Sockel erlitt vor geraumer Zeit bei einem Wasserrohrbruch einen Schaden und wurde nun umfassend während eines studienbegleitenden Praktikums bearbeitet.

Nach einer groben Analyse der Farbfassung und des Erhaltungszustandes des Pappmaché-Trägers wurden alle drei Bestandteile des Objektes gereinigt. Für die weiteren Schritte wurden die losen Farbschollen mit einer Mischung aus japanischer Rotalge (Fu-Nori) und Hausenblase gefestigt sowie Zwischenräume und Fehlstellen mit Cellulosepartikeln (Arbocel) ergänzt.

An weniger beschädigten Stellen wie z.B. der Büste konnte anschließend bereits mit einer Aquarellretusche begonnen werden, die entsprechenden Stellen wurde mit Kreidegrund in Hautleim zuvor aufgefüllt.

Zum Zeitpunkt der Erstellung des Videos wird an der Wiederherstellung des stark beschädigten Fußes gearbeitet, um das gesamte Objekt wieder an seinen ursprünglichen Ort im Harry Kramer-Archiv wieder aufstellen zu können.

Video: Irina Vorat
Musik: Chill Mode by Audiobinger
aus dem Free Music Archive, CC BY-NC 4.0

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